Entscheidungen treffen

Was ist eine Entscheidung?

Eine Entscheidung verändert unsere Handlungen in der Gegenwart um die Ziele, die wir uns für die Zukunft gesetzt haben, zu erreichen. Die Umsetzung einer effektiven Entscheidung führt innerhalb von 3-5 Jahren zu den gewünschten Outcomes.

Gegenwart

Die Realität von heute

Entscheidungen

Veränderung

Zukunft

Zu erreichende Ziele

Wichtige Entscheidungen werden immer Widerstand hervorrufen. Entscheidungen, die bei allen Beteiligten Zustimmung finden, sind meist nur deklarativ und führen selten zu Veränderungen. Eine handlungsorientierte Entscheidung zielt dagegen auf Veränderung mindestens einer der folgenden Dimensionen ab:

Ressourcen

Veränderung von Budgets oder Investitionen im Personalbereich

Methoden

Veränderung von internen Prozessen und Arbeitsweisen

Regeln

Veränderung der Rechte und Aufgaben einzelner Mitarbeiter oder ganzer Firmen

Strukturen

Veränderung in der Zuteilung von Verantwortung, Befugnissen und Outcomes

Eine handlungsorientierte Entscheidung ist also daran zu erkennen, dass sie Mitarbeiter und Budgets beeinflusst (inklusive der Budgets, aus denen die Mitarbeitergehälter finanziert werden, sofern deren Arbeitsmethoden und die Struktur der Organisation verändert werden). Eine Entscheidung, die nicht Menschen oder Ausgaben beeinflusst, ist keine handlungsorientierte, sondern eine rein deklarative Entscheidung. Es ist zwar möglich, die ungefähre zukünftige Ausrichtung einer Organisation festzulegen, ohne eine gegenwärtige Kursänderung anzustoßen, doch um wirkliche Veränderungen herbeizuführen, müssen meist schwierige Entscheidungen getroffen werden.

Entscheidungen formulieren

Es ist wichtig, dass Entscheidungen für alle verständlich formuliert werden. Eine Entscheidung sollte daher niemals zweideutig sein. Wo nötig, sollte man Zuständigkeiten und Zeitpläne festlegen. Verschiedene Organisationen haben meist unterschiedliche Arten, Ressourcen zuzuteilen, Vorgehensweisen festzulegen, Regeln zu erlassen oder Strukturen zu verändern. Hier sind einige Beispiele:

70% unserer Fortbildungen werden darauf ausgerichtet sein, neue Möglichkeiten des Change Management zu erschließen, statt Networking-Aktivitäten zu fördern.

Aufgrund der Forderung nach mehr Transparenz werden wir einen neuen Transparency Director einstellen, der jährliche Berichte für unsere Mitglieder verfassen wird.

Wir werden $5m investieren um unser Call Center auszubauen, sodass wir Kunden, die sich länger als 2 Minuten in der Warteschleife befinden, einen Rückrufservice anbieten können.

Ab nächstem Jahr erhalten alle Bürger Push-Benachrichtigungen zu jedem Formular, jeder Anfrage und jedem Verfahren, in das eines der städtischen Ämter involviert ist.

Eine neue Vorschrift verpflichtet jede Firma dazu, ihre Chancengleichheitspolitik und den Anteil ethnischer Minderheiten an ihrer Belegschaft zu veröffentlichen.

Sie müssen nicht alle Erkenntnisse akzeptieren

Sie können entscheiden, auf welche der Erkenntnisse auf Ihrer Projektseite Sie eingehen möchten. Sie müssen weder alle Erkenntnisse akzeptieren, noch müssen Sie alle Erkenntnisse mit Entscheidungen verknüpfen. Die Entscheidungsphase ist nicht demokratisch – Sie als Entscheider haben die Entscheidungsmacht. Die Erkenntnisse können Ihnen dabei helfen, die richtige Strategie zu finden, aber sie können nicht Ihr Urteilsvermögen, Ihr Wissen und Ihren persönlichen Zugang zur Entscheidung ersetzen. Wichtig ist aber, dass Sie Ihre Entscheidungen so formulieren, dass Ihre Stakeholder sie verstehen und danach handeln können:

Eine Entscheidung sollte eine Veränderung von Prozessen, Strukturen oder der Zuteilung von Ressourcen nach sich ziehen.

Eine Entscheidung sollte die Bereiche verändern, über die Sie die Kontrolle und Autorität haben.

Eine Entscheidung sollte gegenwartsorientiert sein, sodass sie unmittelbar umsetzbar ist.

70% des Marketingbudgets werden darauf verwendet, zielgerichtet junge Menschen anzusprechen.

Klare Entscheidung

Wir sollten uns bemühen, mehr junge Leute anzusprechen.

Unklare Entscheidung

Entscheidungen veröffentlichen

Eine Entscheidung hinzufügen: Klicken Sie sich rein ins Projekt und weiter in den Adminbereich. Klicken Sie dort im Menü links auf "Entscheiden". Hier können Sie zu jeder Erkenntnis eine Entscheidung hinzufügen. Wenn Sie sich mit einer Erkenntnis befasst haben, werden Sie gebeten, den Einfluss dieser Erkenntnis auf Ihre Entscheidung einzuschätzen: Hat die Erkenntnis Ihnen neue Denkanstöße gegeben? Hat sie Sie in Ihrer Vorgehensweise bestärkt? Oder mussten Sie sie verwerfen?

Entscheidungen veröffentlichen: Wenn Sie auf die Erkenntnisse eingegangen sind, können Sie Ihre Entscheidungen auf Ihrer Seite veröffentlichen und Ihre User per E-Mail informieren. Klicken Sie sich dazu ins Projekt ein, gehen Sie weiter in den Adminbereich und klicken Sie auf "Entscheidungen veröffentlichen". Sie können nun wählen, ob Sie Ihre Entscheidungen per Email, über ein soziales Netzwerk oder über die Projektseite kommunizieren wollen.

Entscheidungen verändern: Um eine bereits getroffene Entscheidung zu verändern, klicken Sie sich rein ins Projekt, gehen Sie in den Adminbereich und klicken Sie auf "Entscheiden". Nun klicken Sie auf "Entscheidung verändern", um den Entscheidungstext und Ihre Impact-Einschätzung zu bearbeiten. Hinweis: Möglicherweise sind schon Emails mit vorherigen Versionen Ihrer Entscheidung an die Teilnehmer verschickt worden.

Die Impact-Einschätzung

Sobald Sie eine Entscheidung getroffen haben, werden Sie darum gebeten, einzuschätzen, welchen Einfluss (Impact) die einzelnen Erkenntnisse auf Ihre Entscheidung hatten.

Verändert

Die Erkenntnis hat Ihnen neue Denkanstöße gegeben und zu einer Entscheidung geführt, die Sie sonst nicht getroffen hätten. Wenn mindestens eine Erkenntnis vorliegt, die Ihre Entscheidung beeinflusst hat, so wird das Projekt als "einflussreich" eingestuft. Teilnehmer, deren Antworten mit dieser Erkenntnis verknüpft sind, werden als Unterstützer bezeichnet.

Bestätigt

Die Erkenntnis hat Sie in einer Entscheidung bestätigt, die Sie ohnehin getroffen hätten. Teilnehmer, deren Antworten mit dieser Erkenntnis verknüpft sind, werden als Unterstützer der Entscheidung eingestuft, aber es wird mindestens eine verändernde Erkenntnis benötigt, um das Projekt als einflussreich zu bezeichnen.

Abgelehnt

Die Erkenntnis wurde abgelehnt, weil Sie nicht zeitnah umsetzbar ist oder weil nicht zu erwarten ist, dass sie die erhofften Ergebnisse liefern werden. Teilnehmer, deren Antworten mit dieser Erkenntnis verknüpft sind, werden als Gegner Ihrer Entscheidung eingestuft.

Ein "einflussreiches" Projekt ist ein Projekt, in dem mindestens eine Entscheidung durch eine Erkenntnis verändert wurde.

Fragen und Antworten

Wie wird der Anteil der einflussreichen Teilnehmer errechnet?

Im Bereich "Entscheiden" finden Sie drei Angaben zu den Usern, die Antworten verfasst haben:

Unterstützer: User, deren Antworten mit Erkenntnissen verknüpft sind, die eine Entscheidung entweder verändert oder bestätigt haben. Wenn eine Antwort mehrere Markierungen hat, wird der User als Unterstützer eingestuft, sofern eine der Markierungen mit einer solchen Erkenntnis verknüpft ist.

Gegner: User, deren Antworten mit Erkenntnissen verknüpft sind, die Sie abgelehnt haben. Falls eine andere Markierung einer Antwort desselben Teilnehmers mit einer verändernden oder bestätigenden Erkenntnis verknüpft ist, wird der Teilnehmer jedoch als Unterstützer eingestuft.

Unlinked: Teilnehmer, die Antworten hinzugefügt haben, deren Antworten aber entweder mit gar keiner Erkenntnis verknüpft wurden oder nur mit solchen Erkenntnissen, auf die der Entscheider noch nicht eingegangen ist.

Woher weiß man, ob das Projekt tatsächlich Einfluss auf die Entscheidung hatte?

Wir messen den Einfluss des Projekts, indem wir die Entscheider dazu befragen. Für jede Erkenntnis müssen die Projektadmins angeben, ob sie die Entscheidung unterstützt oder verändert hat oder abgelehnt werden musste. Falls keine Entscheidungen getroffen wurden, gibt es auch keine Impact-Einschätzung.

Persönliches Feedback

Sobald ein Projektadmin eine Entscheidung veröffentlicht, bieten wir an, jedem User ein persönliches "Impact-Update" zu schicken. In dieser Feedback-E-Mail wird die Verknüpfung zwischen der Antwort des Users, der kollektiven Erkenntnis und der dazugehörigen Entscheidung dargelegt. Teilnehmer, deren Antworten nicht mit Entscheidungen verknüpft werden konnten, erhalten eine allgemein formulierte E-Mail, in der sie über die Entscheidung informiert werden:

Teilnehmer, die ein persönliches Feedback erhalten haben, werden sich mit größerer Wahrscheinlichkeit auch an zukünftigen Projekten beteiligen. Sie sollten daher auch erklären, warum Sie manche Erkenntnisse ablehnen. Auch diese Erklärungen werden in den Feedback-E-Mails den betroffenen Usern mitgeteilt.

Fragen und Antworten

Muss ich jedes persönliche Feedback einzeln formulieren?

Nein. Wenn Sie sich entschieden haben, den Teilnehmern persönliche Feedback-E-Mails zu senden, wird die Seite automatisch die Verknüpfung zwischen den Antworten der User, den Erkenntnissen und der Entscheidung zu einer Feedback-Nachricht zusammenfügen. Auch die Projektadmins erhalten eine solche E-Mail.

Was schreibe ich den Teilnehmern, deren Erkenntnisse abgelehnt wurden?

Wir raten sehr dazu, auf jede Erkenntnis einzugehen und zu erklären, warum manche Erkenntnisse angelehnt wurden. Es ist immer besser, sich mit Erkenntnissen auseinanderzusetzen, als sie zu ignorieren. In den meisten Fällen werden die Teilnehmer verstehen, dass dem Projekt gewisse Grenzen gesetzt sind und sie werden es zu schätzen wissen, dass Sie ihren Rat eingeholt und sich damit befasst haben. Daher lohnt es sich, auch die Ablehnung von Erkenntnissen zu erklären.

Warum sollte ich persönliche Feedback-E-Mails verschicken? Ist das obligatorisch?

Das persönliche Feedback ist kein obligatorischer Teil des Projekts. Sie können diese Option abwählen, wenn Sie Ihre Entscheidungen veröffentlichen. Allerdings raten wir Ihnen sehr dazu, Feedback-E-Mails zu verschicken. Ihre Teilnehmer haben Zeit investiert um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen. Selbst wenn der Großteil der Ratschläge Ihnen nicht weitergeholfen hat und Sie viele Erkenntnisse ablehnen mussten, sollten Sie die Teilnehmer trotzdem darüber informieren, was aus ihren Beiträgen geworden ist. Indem Sie Feedback-E-Mails verschicken, steigern Sie auch die Bereitschaft der User, sich an der nächsten Konsultation wieder zu beteiligen.

Das Projekt schließen

Sobald die Entscheidungen veröffentlicht sind, wird das Projekt als "geschlossen" eingestuft. Die Teilnehmer können weiterhin alle Erkenntnisse einsehen, die im Zuge der Konsultation gewonnen wurden, aber sie können keine Antworten mehr bearbeiten und keine neuen Erkenntnisse formulieren. Wenn Sie das Projekt ins Archiv verschieben, ist es auf der Webseite nicht mehr sichtbar. Sie können das Projekt auch ganz löschen, sodass es für niemanden mehr zugänglich ist.